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Übersicht und Geschichte der "Festung Sargans"
Letzte Aktualisierung: 30. April 2012

Der Begriff "Festung Sargans" steht nicht für ein einziges Festungswerk sondern für den Festungsraum in der Rheinebene und den Tälern rund um Sargans. In nur sechs Jahren wurde ab 1939 aus dem Nichts ein Bollwerk geschaffen, welches bis zum Ende des Kalten Krieges seine Bedeutung im Landesverteidigungskonzept der Schweiz hatte. Seit 2003 hat die Festung Sargans ausgedient, doch die Werke im Fels und die Betonbunker werden noch lange Zeitzeugen einer unruhigen Periode sein.

Oberschan - Artilleriewerk A6020 Magletsch
Letzte Aktualisierung: 17. Februar 2013

Das 1939 erbaute und ab August 1940 einsatzbereite Artilleriewerk Magletsch war das am weitesten nördlich exponierte Werk der Festung Sargans. Mit seinen drei 10.5 cm Pantertürmen und seinen vier 7.5 cm Kassematten-Kanonen war Magletsch (der Hammer) das am stärksten bewaffnete Werk am Ende des Zweiten Weltkrieges.

Pfäfers - Artilleriewerk A6355 Furggels und Sperrstelle (1313)
Letzte Aktualisierung: 24. Dezember 2014

Idylisch gelegen, auf dem St. Margrethenberg oberhalb des Kurorts Pfäfers, liegt die mächtigste Anlage der Festung Sargans. Das Artilleriewerk Furggels war mit seinen vier 10.5 cm Panzertürmen und den vier 15 cm Kassemattengeschützen das Rückgrat der Festung Sargans. Seit 2010 ist das Werk als Festungsmuseum auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Trübbach / Sargans - Artillerie- und Infanteriewerk A6100 Schollberg
Letzte Aktualisierung: 04. Juli 2014

1936 schlägt der Ingenieur-Offizierskurs zur Sperrung des Rheintales nördlich von Sargans zusammen mit dem Werk Ansstein ein Gegenwerk am Schollberg vor. Zusammen mit den Werken am Rhein und in der Sarganserau entsteht am Schollberg die Schlüsselfront der Festung Sargans. Die Schollbergfestung besteht am Ende aus einem Artilleriewerk und zwei Infanteriewerken.

Fläsch - Artilleriewerk A6256 Ansstein
Letzte Aktualisierung: 14. Juni 2012

Schon die ersten Studien des 1936 stattfindenden Kurses für Ingenieur-Offiziere im Raum Sargans sah vor, das Rheintal auf der Linie Schollberg - Ansstein mit zwei sich gegenseitig flankierenden Artilleriewerken zu sperren. Während das AW Schollberg rechtzeitig zur Mobilmachung schussbereit war, waren in Ansstein zu diesem Zeitpunkt gerade mal ein MG und zwei mobile Kanonen feuerbereit.

Sargans - Bataillon Kommandoposten A6149 Naus
Letzte Aktualisierung: 10. Juni 2012

Eine oft gestellte Frage bei Führungen im Bergwerk Gonzen ist die Frage nach einer Verbindung der Bergwerks mit den Festungsbauten der Festung Sargans. Guten Gewissens können die Führer diese Frage immer verneinen. Es gab keine Verbindung aus dem Bergwerk Gonzen zu irgendeiner der Sarganser-Festungen. Doch dies stimmt nicht ganz, wurde doch 1962 im stillgelegten Stollen Naus ein Bataillon Kommandoposten errichtet.

Buchs, Sevelen - Sperrstellen Buchs (1302) und Sevelen (1303)
Letzte Aktualisierung: 14. Juni 2012

Der Rhein ist das grösste natürliche Geländepanzerhindernis der Festung Sargans. Buchs hatte deshalb im Zweiten Weltkrieg eine strategisch wichtige Bedeutung im Vorfeld der Festung. Denn nur hier gab es eine Strassenbrücke, welche genügend Tragkraft hatte, um von Panzern befahren werden zu können. Die Eisbahnbrücke war zugleich die Verbindung zur Arlbergbahn, welche beim Aufmarsch der Wehrmacht eine zentrale Bedeutung gehabt hätte.

Wartau - Sperrstellen Wartau (1304) und Magletsch (1305) mit Bat KP A6031
Letzte Aktualisierung: 25. August 2012

Die Ruine der um 1225 erbaute Burg Wartau zeugt noch heute vom frühen Festungsbau in diesem Gebiet. 715 Jahre später errichtete man in Wartau wieder neue Befestigungen. Obwohl im Zweiten Weltkrieg ausserhalb des Reduit gelegen, entstand in der Gemeinde Wartau beim Weiler Plattis der erste gegen Norden gerichtete Sperrriegel der Festung Sargans. Der heute ökologisch wertvolle Tankgraben bildete zusammen mit dem dazugehörenden Infanteriewerk Plattis die wichtigsten Zeitzeugen in diesem Raum.

Wartau, Sargans - Sperrstelle Schollberg (1306)
Letzte Aktualisierung: 02. Januar 2016

Die dichtbesetzte Sperrstelle Schollberg liegt in der Gemeinde Wartau und stützt sich auf die Festungswerke am Schollberg ab. Dabei erstreckt sich die Sperrstelle von der Mündung des Trübbachs bis hinauf zum Guggstein. Zusammen mit der gegenüber liegenden Sperrstelle Ansstein waren die Sperren am Schollberg die Schlüsselfront der Festung Sargans.

Sargans, Mels, Wartau, Fläsch - Sperrstelle Sarganserau (1307) mit IW A6224 Ellhorn
Letzte Aktualisierung: 01. November 2015

Hinter dem 1.5 km breiten Engnis zwischen Schollberg und Ellhorn liegt die Schlüsselfront der Festung Sargans - die Sarganserau . Sie ist die direkte Eintrittspforte in das Becken von Sargans. Ein durchgebrochener Gegner kann von hier entweder Richtung Süden vorstossen - und damit auch zum östlichen Tor der Gotthardfestung - oder Richtung Westen via Seeztal zum Walensee und von dort in die Innerschweiz. Auf einer Frontlänge von ca. 3 km sollte mittels eines tiefgestaffelten Verteidigungssystems genau dieser Durchbruch verhindert werden.

Fläsch / Maienfeld - Sperrstelle Ansstein (1316) mit IW A6243 Fläscherloch
Letzte Aktualisierung: 25. August 2013

Die Sperrstelle Ansstein liegt nördlich der St. Luzisteig und orientiert sich nach Norden zur Grenze des Fürstentums Liechtenstein. Sie verläuft dabei praktisch der Landesgrenze entlang vom Gipfel des Ellhorns bis hinauf zum Guschasattel. Zusammen mit der gegenüber liegenden Sperrstelle am Schollberg war sie die Schlüsselfront der Festung Sargans.

Mels - Artilleriewerk A6400 Castels
Letzte Aktualisierung: 01. Dezember 2009 [Dieses Kapitel ist nur für Friends zugänglich]

Auf dem Castels, dem geschichtsträchtigen Hügel bei Mels, sind nicht nur noch deutlich die Spuren der Steinhauer zu sehen - welche während Jahrhunderten Mühlsteine aus dem Fels brachen und in weite Teile der Welt exportierten - sondern auch noch die Spuren des dritten grossen Artilleriewerks der Festung Sargans.

Sargans - Artilleriewerk A6375 Passati
Letzte Aktualisierung: 06. Juli 2008 [Dieses Kapitel ist nur für Friends zugänglich]

Als Teil der Seeztalsperre wurde das AW Passati in der gleichnamigen Felswand direkt über Sargans-Heiligkreuz erbaut. Das AW Passati war als Gegenwerk zum AW Castels ausgelegt und war mit zwei 7.5 cm Bunkerkanonen bewaffnet, welche direkt in das Seeztal hinein auf die Sperre und das Vorfeld wirken konnten.

Mels, Sargans - Sperrstelle Seeztal
Aktualisiert am: 29. Februar 2008 [Dieses Kapitel ist nur für Friends zugänglich]

Auf der Höhe von Sargans-Heiligkreuz erstreckt sich quer durch das Seeztal eine Sperre. Dieses besteht aus dem AW Castels, dem AW Passati und einer Kette von Panzersperren und Bunkern. Diese Anlagen bilden zusammen den westlichsten Sperrriegel der Festung Sargans, auch bekannt als Seeztalsperre.

Fläsch - Artilleriewerk A6225 Tschingel
Letzte Aktualisierung: 06. Dezember 2009 [Dieses Kapitel ist nur für Friends zugänglich]

Den Reisenden durch den Kessel von Sargans mag vielleicht schon einmal das "Gibraltar von Sargans" im Felsen oberhalb der Gemeinde Fläsch aufgefallen sein. Über 4 Stockwerke und fast 100 Höhenmeter verteilt befindet sich hier das grösste Artilleriewerk des Kantons Graubünden - der "Tschingel".

Fläsch - Sperrstelle Fläsch
Aktualisiert am: 23. Februar 2008 [Dieses Kapitel ist nur für Friends zugänglich]

Bedingt durch die im Sommer 1941 angeordnete Rücknahme der Reduitlinie erstellte das Festungskommando Sargans weitere Rheintalsperren in Form von Werken für 7.5cm Bunkerkanonen, sowie weitere Bunker und Sperren. Die Sperre Fläsch im gleichnamigen Ort ist eine dieser weiteren Rheintalsperren.

Bad Ragaz - Artilleriebunker A6370 Tamina
Aktualisiert am: 26. Januar 2008 [Dieses Kapitel ist nur für Friends zugänglich]

Bedingt durch die im Sommer 1941 angeordnete Rücknahme der Reduitlinie erstellte das Festungskommando Sargans weitere Rheintalsperren in Form von Werken und Bunkern für je eine 7.5 cm Bunkerkanone. Eines dieser drei Werke ist der Artilleriebunker Tamina in der gleichnamigen Schlucht bei Bad Ragaz.

Trimmis, Untervaz - Artilleriewerke A6315 Molinära, A6325 Haselboden und Sperrstelle
Aktualisiert am: 05. November 2008 [Dieses Kapitel ist nur für Friends zugänglich]

1940 wurden Studien durchgeführt für eine befestigte Südfront. In der Folge fiel der Entscheid zu Gunsten einer Sperre bei Trimmis mit den beiden flankierenden Artilleriewerken in den Felswänden unterhalb des Haselbodens und südwestlich des Hofes Molinära.

Landquart, Mastrils - Sperrstelle Chlus/Felsenbach und Artilleriewerk A6330 Nussloch
Aktualisiert am: 22. April 2008 [Dieses Kapitel ist nur für Friends zugänglich]

Schon in den Bündnerwirren (1621) und während der Napoleonischen Kriege (1799) wurde in der Chlus bei Landquart verschanzt und gekämpft. Von 1937 bis 1942 entstand in dieser Schlucht eine Kette von Bunkern, Infanteriewerken (Felsenbach Nord und Süd) und einem kleinen Artilleriwerk (Nussloch), welche ein Eindringen aus dem Rättikon in die Sarganser-Ebene verhindern sollten.

Pfäfers - Sperrstelle St.Peter
Aktualisiert am: 10. November 2008 [Dieses Kapitel ist nur für Friends zugänglich]

Eine der äussersten und abgelegensten Sperren der Festung Sargans ist die Sperre St. Peter im Taminatal. Die Sperre St. Peter besteht aus den zwei Infanteriewerken St. Peter Ost (A6351) und St. Peter West (A6350). Aufgabe der 1941/42 errichteten Werke war es, eine Umgehung der Sperre Trimmis über den Kunkelspass zu verhindern.

Festung Sargans - Bison Monoblock Artilleriebunker
Aktualisiert am: 14. Mai 2008 [Dieses Kapitel ist nur für Friends zugänglich]

Im Rahmen der Modernisierungen des Festungsbaus in den 80er Jahren wurde ein neues Konzept von Artilleriewerken entwickelt. Diese als "Bison" bekannten Artilleriewerke wurden als sogenannte Monoblockbunker erstellt und konnten mit ihren 15.5 cm Kanonen über 35 km weit wirken.

Festung Sargans - 12 cm Festungsminenwerfer
Aktualisiert am: 23. Mai 2008 [Dieses Kapitel ist nur für Friends zugänglich]

Als Ersatz für das absehbare Ende der 7.5 cm Bunkerkanonen der Artilleriewerke in der Festung Sargans wurde nach Ersatzlösungen gesucht. Gefunden wurde dieser in Form von mehreren 12 cm Festungsminenwerfer Monoblockbunkern, welche heute noch den einzigen aktiven Teil der ehemaligen Festung Sargans darstellen.


Fotoalbum Vergessene Igel


Gliederung der Fest Br 13
in Armee 95